Am Sonntagmorgen ist die Strasse ruhig, die Luft ist frisch, und im Dorf oder im Quartier duftet es nach Brot. Wenn du dann laufend zum Bäcker gehst, verbindest du Bewegung mit einem kleinen Ziel. Man muss nichts Grosses planen, nur die Schuhe anziehen und ein bisschen Geld einstecken. Der Rückweg wird dann zu einem gemütlichen Spaziergang mit dem Duft in der Nase.
Der Hinweg
Lauf ruhig und in einem Tempo, das du bequem halten kannst. Du musst nicht schwitzen oder dich anstrengen, denn das Ziel liegt ja nicht weit. Nimm einen kleinen Rucksack oder einen Stoffbeutel mit, der beim Laufen nicht hüpft. Ein paar Münzen oder eine Karte in der Reissverschlusstasche reichen für ein Gipfeli oder einen Zopf.
Wähle einen Weg, der dir Freude macht. Vielleicht führt er über einen kleinen Park, an einem Bach entlang oder durch eine ruhige Gasse. Am Wochenende sind die Trottoirs oft leer, sodass du in Ruhe laufen kannst. Grüss die Leute, die du unterwegs triffst, denn ein freundliches Wort gehört zum Morgen wie das frische Brot.
Im Laden brauchst du keine Eile. Verschnaufe kurz, nimm dir Zeit fürs Aussuchen und geniesse den Moment. Wenn du auch die Zeitung mitnimmst, verstaue sie zusammen mit dem Brot im Sack, damit nichts nass wird oder zerdrückt. Ein Sack mit warmem Brot ist ein besonderes Geschenk an den Morgen.
Den Rückweg gehst du am besten zu Fuss und geniesst die Ruhe des Morgens. Vielleicht bleibst du unterwegs kurz auf einer Bank sitzen und isst das erste Stück Brot gleich dort. Es ist ein schönes Gefühl, mit dem Sack in der Hand gemütlich heimzugehen und zu wissen, dass das Frühstück wartet. Vielleicht triffst du eine Nachbarin, die auch unterwegs ist, und ihr wechselt ein paar Worte.
Zu Hause deckst du den Tisch und isst das Frühstück mit Freude. Der kleine Lauf hat dem Tag einen Anfang gegeben, und du hast dich bewegt, ohne dass es nach Training aussah. Manche machen daraus eine feste Gewohnheit am Wochenende. So wird der Weg zum Bäcker zu einem kleinen Ritual, das Freude bereitet.