Der Ruhetag: Was man an Tagen macht, an denen man nicht läuft

Landschaftsillustration

Wer gern läuft, kennt auch die Tage, an denen man nicht läuft. Manchmal ist es das Wetter, manchmal die Müdigkeit, manchmal einfach der Wunsch nach einem freien Tag. Das ist völlig in Ordnung und gehört dazu. Ein Ruhetag ist kein verlorener Tag, sondern ein Teil des Rhythmus, in dem man sich wohlfühlt.

Einfach mal anders

Verbringe den Tag ganz bewusst anders. Mach einen langsamen Spaziergang ohne Ziel, schau dir die Schaufenster an oder setz dich in ein Café. Vielleicht liest du ein Buch, das schon lange auf dem Regal wartet, oder telefonierst mit jemandem, den du länger nicht gesprochen hast. Manche räumen die Wohnung auf, andere kochen etwas Aufwendiges, für das sonst keine Zeit bleibt.

Du kannst den Ruhetag auch für die Ausrüstung nutzen. Schau, ob die Laufschuhe sauber und trocken sind, ob die Kleidung gewaschen ist und ob alles bereit für den nächsten Lauf ist. Vielleicht planst du eine neue Route, indem du eine Karte anschaust oder Nachbarn nach schönen Wegen fragst. So hat der Tag einen Bezug zum Laufen, ohne dass du läufst.

Ruhe heisst nicht, dass man gar nichts tut. Ein Gang zum Markt, eine kurze Fahrt mit dem Velo oder ein Nachmittag im Garten sind leichte Formen der Bewegung, die sich nicht wie Training anfühlen. Wichtig ist, dass du dich nicht zwingst und dass es dir Freude macht. Hör auf deinen Körper und nimm es ruhig.

Sei freundlich zu dir, wenn du dich an einem Ruhetag schuldig fühlst. Du hast nichts verpasst, und der nächste Lauf wartet auf dich. Manche Menschen freuen sich sogar mehr auf das Laufen, wenn sie einen Tag Pause hatten. Die Lust kommt oft von selbst zurück, wenn man ihr Zeit lässt. Vielleicht schreibst du dir auf, was dir an freien Tagen gefallen hat, und kommst später darauf zurück.

Am Abend kannst du die Tasche für den nächsten Tag packen und die Kleider bereitlegen. So bist du bereit, wenn du Lust hast, und musst nicht mehr suchen. Ein guter Ruhetag endet mit dem Gefühl, dass alles seinen Platz hat. Und der Rhythmus von Bewegung und Pause macht das Ganze rund.